Von der Entscheidung des türkischen Verfassungsgerichtshofes, die Regierungspartei AKP doch nicht zu verbieten, könnte auch der türkische Aktienmarkt nachhaltig profitieren. Schon im Vorfeld der Bekanntgabe der Entscheidung kam es an der Börse Istanbul seit Wochenbeginn zu Kursgewinnen von mehr als 10 %. Damit scheint die Phase der politischen Unsicherheit, wie es mit dem Land und seiner Regierung weiter geht, nun beendet. Manfred Zourek, Fondsmanager des ESPA STOCK ISTANBUL, eines der weltweit ersten Türkei-Aktienfonds der österreichischen Fondsgesellschaft ERSTE-SPARINVEST, erwartet nun eine Phase der politischen Stabilität, die dem Aktienmarkt, der in den letzten zehn Monaten stark unter Druck geratenen war, wieder Auftrieb verleihen könnte.
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"Dieser Entscheid hat ein Ergebnis gebracht, mit dem sowohl die Anhänger des Regierungslagers als auch der laizistischen Kräfte in der Türkei leben können. Die Investoren werden nun wieder mehr Bereitschaft zeigen in die Unternehmen zu investieren", so Zourek. An den positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Türkei habe sich nichts geändert. Die Wirtschaft werde heuer um ca. 4 % wachsen. In den nächsten Jahren werde das Wachstum sogar noch höher liegen. Die Inflation werde sich bis Jahresende bei rund 10 % "einpendeln" und damit den Erwartungen entsprechen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 8 zählt die türkische Börse zu den momentan günstigsten weltweit. Von der "guten Laune" an der Börse dürften Banken und Finanzdienstleister am stärksten profitieren.
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